Besonderheiten
Akupressur bezeichnet Druck oder örtlich begrenzte Massage an ausgewählten Stellen, den Akupunkturpunkten. Dieser Eintrag konzentriert sich auf manuellen Druck, wie ihn etwa die Patienteninformationen von Memorial Sloan Kettering beschreiben. Der Begriff benennt einen Ansatz; er bedeutet nicht, dass für jeden Punkt, jedes Symptom und jede Anwendung die gleiche Evidenz vorliegt. [1] [2]
Geschichte und Weitergabe
Memorial Sloan Kettering ordnet Akupressur in den Zusammenhang der traditionellen chinesischen Akupunktur ein und stellt sie zugleich in der heutigen Patienteninformation vor. Diese Verbindung beschreibt einen traditionellen Rahmen und einen modernen Versorgungskontext. Sie belegt weder eine einzelne Erfinderperson noch einen genauen Entstehungszeitpunkt oder eine unveränderte historische Überlieferung. Die hier verwendeten Quellen klären diese historischen Fragen nicht. [2]
Techniken
Die Patienteninformation des Krankenhauses beschreibt das Ausüben von Druck mit den Fingern. Forschung zur Stimulation von Akupunkturpunkten kann wesentlich unterschiedliche Interventionen umfassen: Die Cochrane-Übersicht zu PC6 von 2025 schließt invasive und nichtinvasive Techniken ein, beispielsweise Nadelakupunktur und Akupressur-Armbänder. Bevor Ergebnisse auf manuelle Akupressur übertragen werden, sollte die tatsächlich untersuchte Intervention bestimmt werden. Diese Übersicht enthält weder eine Karte zur Punktlokalisation noch eine Behandlungsabfolge. [2] [3]
Die PC6-Patienteninformation von Memorial Sloan Kettering rät von Druck an dieser Stelle ab, wenn die Haut geschädigt oder gereizt ist oder Infektionszeichen zeigt. Der Druck soll nicht schmerzen. Akupressur wird als ergänzende Versorgung neben der Krebsbehandlung beschrieben. Für Massage allgemein empfiehlt das NCCIH, bei Unsicherheit die persönliche Eignung mit medizinischem Fachpersonal zu besprechen und eine medizinische Abklärung nicht aufzuschieben. Diese Quellen belegen nicht, dass jede Akupressurmethode für jeden Menschen geeignet ist. Die Vorbeugung postoperativer Übelkeit sollte mit dem Behandlungsteam besprochen werden; die Informationen rechtfertigen keine eigenständige Änderung verordneter Medikamente. [2] [4]
Evidenz und Grenzen
Eine Cochrane-Übersicht von 2025 umfasste 77 Studien mit 9.847 Personen, die operiert wurden. Sie deutet darauf hin, dass PC6-Stimulation zusammen mit Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen postoperative Übelkeit und Erbrechen gegenüber einer Scheinbehandlung verringern könnte; das Vertrauen in die Evidenz war insgesamt gering. Da mehrere Stimulationsmethoden untersucht wurden, schätzen die Gesamtergebnisse nicht die Wirkung von Fingerdruck allein. Ergebnisse aus der chirurgischen Versorgung belegen auch keinen Nutzen bei anderen, nicht damit zusammenhängenden Beschwerden oder für das allgemeine Wohlbefinden. Die unvollständige Erfassung unerwünschter Wirkungen begrenzt Aussagen zur Sicherheit. [3]
Quellen
- National Cancer Institute — Dictionary of Cancer Terms: Acupressure ↗
- Memorial Sloan Kettering Cancer Center — Acupressure for Nausea and Vomiting ↗
- Lee et al. — PC6 stimulation for postoperative nausea and vomiting: Cochrane network meta-analysis (2025) ↗
- NCCIH — Massage Therapy: What You Need To Know ↗
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